Pflege

Erde:
Sollte dies Ihr erstes Jahr mit Citrus-Pflanzen sein, sollten Sie die Pflanze gleich nach dem Kauf von seiner alten Erde befreien, indem Sie die Pflanze in frische Erde umtopfen. Dies ist deshalb wichtig, da wir die Erfahrung gemacht haben, dass es sich bei der Erde der Baumschulen oft um nährstoffarme Billigerde handelt. Vor allem wenn man die Pflanze nicht vom Gärtner sondern aus dem Baumarkt oder vom Großhändler erworben hat. Bei der Erde sollte man auf keinen Fall sparen. Wenn man Geld sparen möchte, kann man sich die Erde auch selbst mischen: 3/5 Muttererde (gute Gartenerde) - 1/5 Quarzsand - 1/5 Humuserde.

Topf:
Es gibt unterschiedliche Gefäße, die für Citrus-Pflanzen geeignet sind. Kunststofftöpfe haben den Vorteil, dass die Wurzelballen länger feucht bleiben. Zudem sind sie um ein Vielfaches leichter als Tontöpfe. Bei dunklen Kunststofftöpfen kann es jedoch passieren, dass durch Erwärmung durch die Sonne Schäden an den Wurzeln entstehen können. Dies passiert bei Tontöpfen nicht. Die Temperaturschwankungen in Tontöpfen sind lange nicht so hoch wie in Kunststofftöpfen. Dass Tontöpfe zudem viel schöner ausschauen, versteht sich von selbst.

Gießen: Dies ist wohl das heikelste Thema bei diesen Gewächsen, es gibt nämlich keine Regel. Grundsätzlich sollte man bei der Pflege und Versorgung der Citrus-Pflanze zwischen den vier Jahreszeiten unterscheiden. Mit den wechselnden Jahreszeiten ändern sich wichtige Faktoren wie Wasserbedarf, Nährstoffbedarf, die Sonnenintensität, sowie die Anzahl der täglichen Sonnenstunden. Wichtig ist es, auf die Zeichen der Pflanze zu achten um so zu erkennen, was ihr fehlt. Die Meinungen, ob Citruspflanzen weiches Wasser (kalkarmes Wasser) bevorzugen oder nicht, gehen weit auseinander. Bis heute ist nicht abschließend geklärt, ob die Pflanzen den Kalk benötigen oder er ihnen eher schadet. Wir vertreten die Meinung, daß der Wasserkalk in Maßen nicht schaden kann.

Düngen: Will man, daß die Citrus-Pflanze wächst, gedeiht und auch reich an Früchten ist, so ist das Düngen unverzichtbar. In zwei Formen sind spezielle Citrus-Dünger im Handel erhältlich. Als Flüssigdünger und als Granulatdünger. Die Dosierung ist auf der jeweiligen Verpackung beschrieben. Die enthaltenen Nährstoffe sind dabei nahezu in allen, auf dem Markt erhältlichen, Düngern gleich. Granulatdünger hat einen entscheidenden Vorteil, man muß nur zweimal im Jahr düngen. Je nach Flüssigdünger muß man diesen alle 2-6 Wochen dem Gießwasser zugeben.
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Frühling
Ende Mai, gleich nach den Eisheiligen wird es höchste Zeit die Citrus-Pflanzen ins Freie zu stellen. Kälteunempfindlichere Sorten können auch schon früher raus. Ein schöner sonniger windgeschützter Platz ist ideal. Die Pflanze jedoch erst langsam an die starke Sonne gewöhnen, indem man sie zunächst halbschattig aufstellt. Der Frühling ist auch die perfekte Zeit um umzutopfen. Dabei ist zu beachten, dass man den Topf nicht viel größer wählt als den vorherigen. Nun ist auch der richtige Zeitpunkt für den Auslichtungs- und Verjüngungsschnitt, die erste Düngung und den vorbeugenden Schutz gegen Schädlinge.
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Sommer
Der Sommer mit seinen sonnig warmen Tagen ist für die Citrus-Pflanzen die schönste Jahreszeit. Dann beginnen sie mit aller Kraft auszutreiben und zu blühen. Der starke Citrus-Duft steigt einem schon in die Nase wenn man in die Nähe der Pflanzen kommt. Durch den verstärkten Wuchs der Pflanzen kann man nun auch damit beginnen die Pflanze so zu gestalten wie man sie haben möchte, indem man sie entsprechend schneidet. Dabei sollten die senkrecht nach oben wachsenden Triebe, die sogenannten Wasserschosser, abgeschnitten werden, um das Wachstum der waagrechten Triebe, die fruchtbarer sind, zu fördern. Im Sommer brauchen die Pflanzen stets ausreichend Wasser, an sehr heißen Tagen sollte man sogar zweimal gießen. Eine regelmäßige Kontrolle der Pflanzen nach Schädlingen ist immer wichtig, um rechtzeitig reagieren zu können.
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Herbst
Mit Beginn des Herbstes sollte die zweite Düngung des Jahres erfolgen, sofern mit Granulat gedüngt wird. Da die Citrus-Pflanzen die einsetzende Kälte unterschiedlich gut vertragen, sollte man sie rechtzeitig vor der Kälte schützen. Bis auf die winterharten Sorten, verträgt keine Citrus-Pflanze Frost. Auf keinen Fall liegt man falsch, wenn man die Pflanzen bei Nachttemperaturen unter 8° Celsius zum Überwintern einstellt. Vor dem Einstellen sollten sie nochmals zurückgeschnitten werden. Jetzt ist es überaus wichtig keine Schädlinge an den Pflanzen zu übersehen, da sonst unter Umständen in der Enge des Überwinterungsplatzes alle Pflanzen befallen werden könnten!
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Verschiedene Überwinterungsmöglichkeiten sind möglich. Es kann sowohl kühl als auch warm überwintert werden. Hierbei sollte man jedoch einiges beachten. Das Verhältnis von Licht, Temperatur und Wasser sollte immer gewahrt bleiben. Das heißt: Je kühler und dunkler eine Pflanze steht, desto weniger Wasser braucht sie. Im Umkehrschluss benötigt die Pflanze mehr Wasser wenn sie hell und warm steht. Stickige Luft mögen die Pflanzen jedoch nie. Eine Temperatur von ca. 5 ° Celsius zum Überwintern reicht in der Regel vollkommen aus. Hierbei sollten sie dunkel aber nicht finster stehen. Ein wenig Blattfall ist in der Regel normal, jedoch wirft keine Citrus-Art all ihre Blätter ab. Die Poncirus-Sorten und -Kreuzungen dagegen schon, also keine Panik! Über Winter sollte nur sehr sparsam gegossen werden, da die Pflanzen durch das fehlende Sonnenlicht und die fehlende Wärme so gut wie gar nicht wachsen und daher auch keinen großen Bedarf an Wasser und Nährstoffen haben. Auf keinen Fall sollten die Pflanzen jetzt geschnitten werden, da dies die Pflanze zu viel Kraft kostet, die sie in unseren kalten Gefilden dringend nötig hat, um den Winter schadlos zu überstehen. Noch ein Tip für Warmüberwinterung: Nahe der Heizung fühlen sich Citrus-Pflanzen nicht wohl.
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Winter
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